Lebenserinnerungen festhalten und bewahren

Jedes Leben ist eine Geschichte!

       Lebensgeschichte ist Zeitgeschichte!

Sie müssen keinen prominenten Namen haben, um Ihre Erlebnisse und Erfahrungen, Ihre Lebenserinnerungen auf eine ganz persönliche Weise festzuhalten und für Ihre Nachkommen und Freunde zu bewahren.

Noch nie war die Gesellschaft einem stärkeren Wandel unterworfen als in den vergangenen Jahren. Unser Leben verändert sich weiter in immer kürzeren Abständen. Sie sind ein Zeitzeuge und können Ihren Kindern und Enkelkindern einen sehr lebendigen Eindruck über diese Veränderungen geben. Wie war z.B. meine Schulzeit, was habe ich außerhalb der Schule gemacht, was habe ich für Träume und Wünsche gehabt, wie hat die Kriegszeit mein Leben verändert. Familiengeschichte ist immer auch ein Teil Ihres Lebens. Kenntnisse über die eigenen Wurzeln, welches Erbe Sie auch in sich tragen, kann für Sie zum eigenen Erkennen und Verständnis sehr hilfreich sein.

Auch einzelne Lebensabschnitte – gemeinsame Schulzeit, Reisen, langjährige Freundschaft – sind ein wertvolles Andenken für den oder die Beschenkte.

Ihre Lebenserinnerungen sind spannend – lassen Sie sie uns gemeinsam lesenswert machen und als Buch oder Broschüre festhalten!

Vorgehensweise:

Sie selbst haben bereits einige Aufzeichnungen gemacht, welche z.B. mit Briefen, Bildern, anderen Erinnerungen, wie Lieder oder Texte oder wichtige Dokumente

zusammenfügt werden soll.

Ich bringe es für Sie in eine lesbare und ansprechende Form.

Sie schildern mit Ihr Leben oder bestimmte Lebensabschnitte, je nach Wohnort an der Algarve, 3-4 Zusammenkünfte oder z.B. ein Wochenende. Üblicherweise genügend um zum Teil auch die Atmosphäre Ihres Lebens zu spüren. Die aufgenommenen Gespräche bringe ich dann später zu Papier. Nach Absprache mit Ihnen entweder eine wörtliche oder eine sinngemäße Wiedergabe, eingebunden dann ebenfalls mit anderen Erinnerungen.

Nachlass: Sie wissen nicht, was Sie mit persönlichen Unterlagen, wie Briefe, Aufzeichnungen, Bilder machen sollen. Alles nur weg zu werfen ist zu schade.

Ich helfe Ihnen zu ordnen, auszuwählen und eine geeignete Form der Archivierung und

Aufbereitung zu finden.

Möglichkeiten:

Lebenserinnerung oder bestimmte Lebensabschnitte festhalten für.
            Kinder, Enkel und weitere Familienangehörige

            Freunde

Gutschein dafür verschenken

            zum Geburtstag

            zu einem besonderen Anlass

Als Geschenk überreichen:

            z.B. gemeinsame Schulzeit

            gemeinsame Reise

            langjährige Freundschaft

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf:

Email: karin.seidel@sapo.pt oder mobil: (00351) 968 189 190

Mein Name ist Karin Seidel, ich bin 50 Jahre alt und lebe vorwiegend in Portugal, nahe Aljezur. Ich bin Sozialwissenschaftlerin und habe u.a. mit alten Menschen und Sterbenden gearbeitet.

Schon als Kind wollte ich von meiner Oma immer Geschichten von früher hören, an Märchen war ich weniger interessiert. Sie eröffneten mir eine fremde Welt, die aber real gewesen war. Gleichzeitig bekam ich nach und nach mehr Verständnis für Sie und auch Wissen über die Lebensumstände meiner Mutter und somit auch Erkenntnisse für mich. Diese Erfahrung und Neugier für das „normale“ Leben von Menschen hat mich nie mehr losgelassen.

Bei meiner Arbeit mit alten Menschen und Sterbenden war mir immer gegenwärtig, dass diese Menschen ein Leben vor ihren Beeinträchtigungen hatten. Oft durfte ich an Lebensausschnitten teilhaben, immer wieder eine Bereicherung für mich und gleichzeitig oft ein Schlüssel, die Menschen in ihrer aktuellen Situation besser zu verstehen und unterstützen zu können.

Lesebeispiel:

Frau H. ( geb. 1913) Lebenserinnerungen in Gesprächen für die Familie festgehalten:

Mein Vater, der auch musisch veranlagt war, erteilte mir als ca. 6 Jährige für ein ½ Jahr Geigenunterricht. Auch wenn er vielleicht ein Virtuose war, ein Pädagoge war er auf keinen Fall. Ich kann mich an das Lied „ Sah ein Knab ein Röslein stehen“ erinnern – ich konnte den Knaben und das Röslein sehen, mein Vater hingegen nur die falschen Töne. Die Mutter hatte Einsehen und entriss mich meinem Vater, worauf hin der Haussegen schief hing.

Mein Bruder G. trat 1931 in die „Partei“ ein. Dies zog ständige starke Reibereien mit meinem Vater nach sich, der nichts von Hitler wissen wollte.

Meine Schwester F. heiratete 1933. Bei ihrer Hochzeit bestand der Vater darauf, dass er sein Parteiabzeichen während des Kirchganges auszog. Letztendlich willigte mein Bruder erst auf das Drängen meiner Mutter – „mach’s mir zuliebe“- ein.

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Über Lisa Selvidge  

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31 October 2009